7 Last Minute Tipps für das Marketing zum Weihnachtsgeschäft
Auch 2026 ist die Weihnachtszeit für viele Branchen die umsatzstärkste Phase des Jahres. Allein in den Monaten November und Dezember erwirtschaftet der deutsche Einzelhandel fast ein Fünftel seines Jahresumsatzes. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Last-Minute-Shopper im Geschäft und online erreichen und zum Kauf bewegen: mit den richtigen Angeboten, passender Werbung, Gutscheinen und klaren Lieferinformationen.
Kurz vor Weihnachten herrscht in vielen Branchen Hochbetrieb. Viele Menschen suchen nach besonderen Weihnachtsgeschenken, mit denen sie ihren Liebsten eine Freude machen können. Stationäre und Online-Händler haben viele Möglichkeiten, Kurzentschlossene genau vor ihrer Kaufentscheidung zu erreichen.
Hand aufs Herz: Haben Sie Ihre Marketing-Aktionen für die Weihnachtszeit rechtzeitig geplant, oder suchen Sie noch nach Ideen, um Ihren Auftritt kurzfristig aufzupolieren? Mit welchen Maßnahmen das gelingt, haben wir in unseren wichtigsten Tipps zusammengestellt.
🔔 Sie haben es eilig? Die wichtigsten Key Takeaways
- Umsatzstärkste Zeit: Für November und Dezember 2025 rechnete der Handelsverband Deutschland (HDE) mit 126,2 Milliarden Euro Umsatz im Einzelhandel, davon 22,2 Milliarden Euro online.
- Online ist Standard: 73 Prozent der Deutschen kaufen Weihnachtsgeschenke zumindest teilweise im Internet (Bitkom, Dezember 2025).
- Lieferfristen kommunizieren: Last-Minute-Shopper kaufen dort, wo klar ist, dass das Geschenk rechtzeitig ankommt.
- Gutscheine sind der Renner: Laut HDE gehören Gutscheine zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken und lassen sich bis kurz vor der Bescherung verkaufen.
- Nicht an Heiligabend aufhören: Zwischen den Jahren lösen viele Kunden Gutscheine ein und geben Geldgeschenke aus.
Wann beginnt das Weihnachtsgeschäft 2026?
Der Handel zählt die Monate November und Dezember zum Weihnachtsgeschäft. Den Auftakt bilden Black Friday und Cyber Monday, danach steigt die Nachfrage mit jedem Adventswochenende. Für 2025 rechnete der HDE in diesen beiden Monaten mit 126,2 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 1,5 Prozent zum Vorjahr. Das sind knapp 19 Prozent des gesamten Jahresumsatzes im Einzelhandel.
Diese Termine sollten Sie 2026 in Ihrer Planung berücksichtigen:
| Anlass | Datum 2026 |
|---|---|
| Black Friday | Freitag, 27.11.2026 |
| 1. Advent | Sonntag, 29.11.2026 |
| Cyber Monday | Montag, 30.11.2026 |
| Nikolaus | Sonntag, 06.12.2026 |
| 4. Advent | Sonntag, 20.12.2026 |
| Heiligabend | Donnerstag, 24.12.2026 |
| Silvester | Donnerstag, 31.12.2026 |
Da Heiligabend 2026 auf einen Donnerstag fällt, bleiben nach dem 4. Advent nur noch drei volle Einkaufstage. Planen Sie Ihre wichtigsten Kampagnen deshalb für die Wochen davor ein. Wie Sie den Auftakt mit Black Friday und Cyber Monday nutzen, lesen Sie in unserem Ratgeber Black Friday: Chance für Unternehmen.
Wie rücken Sie Ihre Weihnachtsangebote in den Fokus?
Im stationären Handel
Ein weihnachtlich geschmückter Laden schafft eine emotionale Atmosphäre und zieht die Aufmerksamkeit von Menschen auf sich, die gerade in der Nähe Ihres Geschäfts unterwegs sind. Präsentieren Sie Weihnachtsangebote und besondere Aktionen prominent im Eingangsbereich und setzen Sie zusätzlich auf klassische Outdoor-Kundenstopper.
Diese gehören zur Grundausstattung und machen potenzielle Kunden schon vor dem Betreten des Geschäfts auf Aktionen oder Angebote im Sichtbereich aufmerksam. Im hektischen Weihnachtstrubel müssen Sie auffallen: Mit einem wetterfesten Aufsteller vor der Tür oder einem geschmückten Schaufenster lenken Sie den Blick in der täglichen Informationsflut gezielt auf Ihr Weihnachtsangebot.
Sie möchten statt eines Aufstellers lieber digitale Technik nutzen? Mit einer Digital-Signage-Lösung zeigen Sie im Schaufenster oder im Laden wechselnde Weihnachtsangebote und Botschaften auf digitalen Screens. Über die Software FLY2screen planen Sie alle Inhalte zeitgesteuert und reagieren in Echtzeit auf Trends oder Änderungen wie Produktbestände.
So bringen Sie Passanten in Sekunden dazu, einen Blick in Ihr Geschäft zu werfen. Drinnen kommt es auf Lichtstimmung, Hintergrundmusik, Weihnachtsduft und eine gelungene Produktpräsentation an. Das sind nur einige der oft unsichtbaren Kniffe aus der Verkaufspsychologie, mit denen Sie die Kaufwahrscheinlichkeit erhöhen. Denn Menschen entscheiden nicht immer rational: Viele Kaufentscheidungen fallen unbewusst, angestoßen von Reizen, die man selbst kaum wahrnimmt.
Tipp für Kurzentschlossene: Bieten Sie in den letzten Tagen vor Heiligabend einen Geschenkverpackungs-Service und verlängerte Öffnungszeiten an und kommunizieren Sie beides deutlich im Schaufenster und in Ihrem Google-Unternehmensprofil.
Im Online-Handel
Laut einer Bitkom-Umfrage vom Dezember 2025 kaufen 73 Prozent der Deutschen ihre Weihnachtsgeschenke zumindest teilweise online. 17 Prozent bestellen sogar ausschließlich im Internet, weitere 22 Prozent den Großteil. Das bedeutet: Was im Laden funktioniert, sollte auch an Ihren digitalen Touchpoints stattfinden.
Stellen Sie Weihnachtsangebote und reduzierte Produkte dort heraus, wo potenzielle Kunden zuerst hinschauen, etwa auf der Startseite Ihrer Website oder auf stark besuchten Unterseiten. Sie haben ein eigenes Facebook- oder Instagram-Profil? Dann nutzen Sie auch Social-Media-Marketing, um Ihre Weihnachtsbotschaft zu platzieren.
Bieten Sie zusätzlich Click & Collect an, also online bestellen und im Geschäft abholen. Damit erreichen Sie gerade in den letzten Tagen vor dem Fest Kunden, denen der Versand zu unsicher geworden ist.
Tipp: Wer online die letzten Geschenke kauft, achtet besonders auf die Versandinformationen. Kommt die Lieferung rechtzeitig an oder wird es knapp? Kommunizieren Sie deshalb gut sichtbar, bis wann bestellt werden muss, damit alles pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegt, zum Beispiel mit einem Hinweis wie „Bestellung bis [Datum], Lieferung vor Heiligabend“. Die Stichtage der Paketdienste veröffentlichen DHL, Hermes & Co. jedes Jahr im November.
Welche Werbeanzeigen eignen sich für das Weihnachtsgeschäft?
Online-Werbung bringt Ihr Weihnachtsangebot genau dann vor Ihre Zielgruppe, wenn diese nach Geschenken sucht. Neben bezahlter Werbung auf Facebook, Instagram oder TikTok lohnt sich vor allem Werbung bei Google.
Dort stehen mit Shopping-Anzeigen, Suchanzeigen und Displaywerbung mehrere starke Werbeformate zur Auswahl. Shopping- und Suchanzeigen erreichen Menschen mit konkreter Kaufabsicht, Social Ads und Display eignen sich, um Ihr Angebot früh in der Adventszeit bekannt zu machen. Welche Kanäle zu Ihrem Ziel passen, zeigt Ihnen der Werbekanal-Finder in weniger als 60 Sekunden. Unsere Expertinnen und Experten unterstützen Sie gerne bei der Auswahl, im Live-Chat, per E-Mail oder am Telefon.
Unser Tipp: Starten Sie Ihre Kampagnen schon Anfang November. Rund um Black Friday und in den letzten Adventswochen konkurrieren viele Händler um dieselbe Zielgruppe, entsprechend steigen die Werbekosten.
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Mit einem Newsletter oder einem Postmailing zum Start der Adventszeit erreichen Sie Ihre Bestandskunden direkt. Diese Kunden kennen Sie bereits und kaufen deshalb eher bei Ihnen als bei einem unbekannten Anbieter.
Stellen Sie ruhig auch höherpreisige Produkte in den Mittelpunkt, denn zu Weihnachten sind viele Kunden bereit, etwas mehr auszugeben. Ist ihnen ein Produkt doch zu teuer, greifen sie häufig zu einer günstigeren Alternative aus Ihrem Sortiment. Ein bewährter Ablauf: Auftakt zum 1. Advent → Geschenkideen in der Adventszeit → Erinnerung an den letzten Bestelltag → Gutschein-Hinweis für Kurzentschlossene
Wie verkaufen Sie Gutscheine als Last-Minute-Geschenk?
Am besten digital: als Gutschein zum Selbstausdrucken oder per E-Mail, direkt nach dem Kauf verfügbar. Neben Büchern, Spielzeug und Kleidung gehören Geschenkgutscheine laut Handelsverband Deutschland zu den beliebtesten Geschenken unter dem Weihnachtsbaum. Wer wenige Stunden vor der Bescherung noch immer nichts gefunden hat, greift fast immer zum Gutschein. Davon profitieren vor allem Einzelhändler, Restaurants und Eventanbieter, die Gutscheine auf ihrer Website zum Sofort-Kauf anbieten.
So platzieren Sie Ihre Gutscheine richtig:
- Weisen Sie mit Bannern oder Buttons in Ihrem Online-Shop und prominent auf der Startseite auf den Gutscheinkauf hin.
- Unterstützen Sie das Angebot mit einer eigenen Social-Media-Kampagne auf den Kanälen, die Ihre Zielgruppe nutzt.
- Erwähnen Sie den Gutscheinkauf auch in Ihrer E-Mail-Signatur und an der Kundenhotline.
- Sagen Sie klar, ob der Gutschein sofort nach dem Kauf zur Verfügung steht oder ob die Zustellung etwas dauert.
Mit Individualisierung heben Sie sich zusätzlich ab: Bieten Sie verschiedene Gutscheinmotive an oder lassen Sie Kunden eine persönliche Grußbotschaft eingeben. Das kann bei der Kaufentscheidung den Ausschlag für Ihr Unternehmen geben.
Wie helfen Geschenkideen unentschlossenen Kunden?
Eine Übersicht mit Geschenkideen nimmt Unentschlossenen die Suche ab und führt sie direkt zu Ihren Produkten. Suchanfragen wie „Geschenkideen zu Weihnachten“ oder „Geschenke für Männer/Frauen“ werden in der Weihnachtszeit unzählige Male am Tag gestellt. Stellen Sie Ihre Topseller deshalb als Inspiration zusammen, zum Beispiel nach Preisklasse, Empfänger oder Interesse. Ihre Kunden werden es Ihnen danken.
Klar erkennbar: Der starke Anstieg im Monat Dezember.Screenshot: Google Trends / FLYERALARM Digital
Platzieren Sie die Übersicht der Geschenkideen gut sichtbar auf Ihrer Website. Auf Instagram und Facebook können Sie in der Adventszeit regelmäßig einzelne Geschenkideen vorstellen. So bleiben Sie im Gespräch und erhöhen die Chance, dass Ihre Zielgruppe beim Kauf an Sie denkt.
Achten Sie dabei auf passende Preisstufen: Laut einer Verbraucherumfrage im Auftrag des HDE planten die Deutschen 2025 im Schnitt 263 Euro für Weihnachtsgeschenke ein. Kategorien wie „Geschenke unter 25 Euro“ oder „unter 50 Euro“ erleichtern die Auswahl.
Wie erreichen Sie Weihnachtsshopper auf Online-Marktplätzen?
Mit Anzeigen dort, wo ohnehin viele Menschen nach Produkten suchen. Nicht immer sind es die Maßnahmen auf Ihren eigenen Kanälen, die am Ende den Kauf auslösen. Auf Online-Marktplätzen wie Kleinanzeigen oder eBay erreichen Sie mit regionalen Inseraten oder Displaywerbung zusätzliche Weihnachtsshopper und gewinnen sie als Neukunden.
Was sollten Sie nach Weihnachten tun?
Zwei Dinge: weiter verkaufen und auswerten. Stoppen Sie Ihre Aktionen nicht an Heiligabend. In der ruhigeren Zeit zwischen den Jahren lösen viele Kunden Gutscheine ein oder geben Geldgeschenke aus. In einer HDE-Umfrage nannten 14 Prozent der Händler die Tage nach den Feiertagen sogar als umsatzstärkste Phase des gesamten Weihnachtsgeschäfts.
Werten Sie zu Beginn des neuen Jahres aus, wie Ihre Weihnachtskampagnen funktioniert haben: Was lief gut, was nicht? Welche Maßnahmen haben Kunden gebracht? Was hat sich am besten verkauft, was war der Ladenhüter? Mit diesen Erkenntnissen planen Sie Ihr Marketing für das nächste Jahr. Bleibt am Jahresende noch Budget übrig, finden Sie Ideen im Ratgeber Marketing-Restbudget zum Jahresende sinnvoll einsetzen.
Wir hoffen, Sie konnten die eine oder andere Idee für Ihr Weihnachtsmarketing mitnehmen. Das Team von FLYERALARM Digital wünscht Ihnen ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft!
Häufige Fragen zum Weihnachtsmarketing
Wann sollte ich mit dem Weihnachtsmarketing beginnen?
Planen Sie Ihre Aktionen spätestens im Oktober und starten Sie die ersten Kampagnen Anfang November. Das Weihnachtsgeschäft umfasst laut Handel die Monate November und Dezember und beginnt mit Black Friday und Cyber Monday.
Wie erreiche ich Last-Minute-Shopper?
Mit klaren Lieferfristen, Click & Collect, digitalen Gutscheinen zum Sofort-Kauf und gut sichtbaren Angeboten im Laden und auf Ihrer Website. Suchanzeigen erreichen Menschen, die kurzfristig gezielt nach einem Geschenk suchen.
Lohnen sich Gutscheine für kleine Unternehmen?
Ja. Gutscheine gehören laut HDE zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken, lassen sich bis kurz vor der Bescherung verkaufen und bringen Kunden nach den Feiertagen erneut in Ihr Geschäft.
Wie kommuniziere ich Lieferfristen richtig?
Nennen Sie ein konkretes Datum, etwa „Bestellung bis [Datum], Lieferung vor Heiligabend“, und zeigen Sie es auf der Startseite, auf Produktseiten und im Warenkorb. Orientieren Sie sich an den Stichtagen Ihres Paketdienstes.
Lohnt sich Werbung auch zwischen Weihnachten und Neujahr?
Ja. Viele Kunden lösen in dieser Zeit Gutscheine ein und geben Geldgeschenke aus. Für manche Händler ist sie die umsatzstärkste Phase des Weihnachtsgeschäfts.
Fazit
Das Weihnachtsgeschäft entscheidet bei vielen Unternehmen über das ganze Jahr. Wer seine Angebote im Laden und online sichtbar macht, Werbung früh startet, Lieferfristen klar kommuniziert und Gutscheine als Last-Minute-Lösung anbietet, erreicht auch Kurzentschlossene. Und wer nach Heiligabend weitermacht, nimmt zusätzlich den Umsatz zwischen den Jahren mit.
Merksatz: Last-Minute-Shopper kaufen dort, wo sie schnell eine sichere Lösung finden: ein passendes Geschenk, das garantiert rechtzeitig da ist.








